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Newsletter Nr. 13: Der Toxoplasmose-Routinetest in der Schwangerschaft wird wegfallen
Thema: Toxoplasmose-Screening in der Schwangerschaft entfällt Der Toxoplasmose-Routinetest in der Schwangerschaft wird wegfallen Hintergründe zu neuen Empfehlungen in der Schweiz Neue Strategie in der Schwangerenvorsorge beim Frauenarzt: Der Routinebluttest zur Suche nach Toxoplasmose-Antikörpern soll eingestellt werden. Diese Empfehlungen hat eine Expertengruppe des BAG unter Einbezug von Schweizer Gynäkologen im Januar 2009 herausgegeben, nachdem sie Daten zur Krankheitsübertragung und Therapie neu bewertet hat. Jetzt gilt, dass einfache Vorsichtsregeln mit Verzicht auf rohes und ungenügend gegartes Fleisch reichen, um das Kind im Mutterleib zu schützen. Bei Toxoplasmose handelt es sich um eine leichte und häufige Infektionskrankheit, hervorgerufen durch einen Parasiten (Toxoplasma gondii), der vor allem durch rohes Fleisch, in seltenen Fällen durch Gemüse und Tierkot (Hauskatze) auf Menschen übertragen wird. Meist verläuft die Infektion unbemerkt, teilweise (5%) mit leichten grippeähnlichen Symptomen. Wer infiziert wurde, hat anschliessend einen lebenslangen Schutz vor erneuter Erkrankung, was sich durch spezifische Antikörper im Blut nachweisen lässt. Rund zwei Drittel der Erwachsenen im Reproduktionsalter (??? = en âge de procréer) in der Schweiz sind aber nicht immun (im Bluttest «seronegativ»). Infizieren sich Frauen während der Schwangerschaft mit dem Erreger, ist dies für sie selbst nicht gravierend. Für das ungeborene Kind kann die mütterliche Infektion jedoch, wenn auch sehr selten, gefährlich sein, das heisst zu Fehlgeburten oder im Verlauf der Kindheit Schäden, meist an Augen und Gehirn, führen. Aus diesem Grund wurde bisher routinemässig ein Bluttest auf Toxoplasmose-Antikörper in der Frühschwangerschaft empfohlen und bei seronegativen (d.h. nicht immunen) Frauen teilweise wiederholt. Ist bei einem Test eine akute Toxoplasmose festgestellt und durch eine Fruchtwasseruntersuchung bestätigt worden, ist die Mutter mit Antibiotika behandelt worden mit dem Ziel, eine Übertragung des Erregers auf das Kind zu verhindern. Neue Erkenntnisse aus internationalen und Schweizer Studien An diesem Vorgehen sind international und schweizweit grosse Zweifel aufgekommen, weil ungewiss war, wie gross die Infektionsgefahr in der Schwangerschaft eigentlich ist, ob die Tests aussagekräftig genug sind, ob die Therapie der Schwangeren sicher ist und die Übertragung auf das ungeborene Kind verhindert.
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